Sonntag, 14. Juni 2009
Nun ist er also angebrochen, der letzte Tag im Chateau. Was würde er mir bringen?
Nach dem Frühstück verbrachten wir ziemlich lange Zeit damit unserer nächsten paar Ferientage zu planen. Wir beschlossen dann, noch einen Ausflug nach Frankfurt zu machen und buchten im Internet ein Hotel in Bahnhofsnähe, in der Annahme, dort auch die Geschäftsstrassen zu finden. Doch dazu später mehr.
Daraufhin befahl mich meine geliebte Herrin wieder nach oben. Ich hatte ihr den Vorschlag gemacht, doch einmal das wirklich herrliche Bett – rundum mit Holzbalken, zahlreichen Oesen, Haken und Ketten versehen – zu benutzen. In der Mitte verlief ja zudem noch eine verstellbare Umlenkrolle, die ich bereits am Samstagabend vor dem Einschlafen noch kurz testen durfte.
Es stellte sich nun die Frage, in welcher Position der Sklave auf dem Bett festgemacht werden sollte und einmal mehr waren wir uns da nicht ganz einig. Meine Herrin – sie ist ja so impulsiv – begann einfach mal mit der Fesselung und stellte dann fest, dass ihr das so nicht passte. Ich durfte dann meine Idee unterbreiten und machte mich daran, die Vorbereitungen zu treffen. Es war nicht einfach und schliesslich lag ich auf dem Rücken und die Beine hochgezurrt, mit Spreizstange nach hinten gezogen, aber schräg und eigentlich waren wir beide nicht glücklich. Ich wurde dann zu Recht von meiner Herrin für ihr Wartenmüssen mit der neusten Peitsche, die mit der beweglichen Schnur am Ende, massiv bestraft. Dass dabei meine linke, natürlich abgebundene Hode von so einem Schlag getroffen wurde, war fast vorauszusehen. Diesen Schmerz werde ich wohl so schnell nicht vergessen und der später aufgetretene schwarze Fleck wird sicher noch ein paar Tage daran erinnern. So oder so gehörte dieser Teil der Session in die Kategorie „Pleiten Pech und Pannen“ aber auch „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“. Es folgte, zur persönlichen geistigen Befriedigung von Naguri, noch ein kurzes Intermezzo auf dem Sklavenstuhl, bevor wir es uns mit einem asiatischen Fastfood-Menu verpflegten und noch etwas TV schauten. Später, ich war am Aufräumen des Schlaf- und Strafzimmers und eben fertig geworden, hörte ich die Stiefel der Herrin auf der Treppe. Ein Wink und ich folgte ihr ins Badezimmer. Ich wurde in der Dusche zu Boden gedrückt und ein weiterer lang gehegter Wunsch von mir ging in Erfüllung. Ich durfte einen Goldenshower über mich ergehen lassen. Die Krönung, Naguri sauber zu lecken, wurde mir jedoch verwehrt.

Nach dem Abwasch schlug ich meiner Herrin vor, doch noch eine letzte Session abzuhalten, ganz nach ihren Vorstellungen und zu meinem grossen Glück war sie einverstanden. Wir gingen nach oben und ich wurde in ihr Lieblingsgerät, den Hängepranger eingespannt. Am Sack wurden Klammern montiert und mit mehreren Gewichten versehen, die an der langen Kette hin und her schwangen, je nachdem, wie die kommenden Schläge platziert wurden.
Was dann in der nächsten Stunde folgte, hat alles übertroffen, was ich je erleben durfte und zeigte mir einmal mehr, welches grosses Glück ich mit meiner Herrin Naguri gefunden habe. Es ist unbeschreiblich und ich hätte fast geweint vor Glück, Zufriedenheit und Zuneigung. Aber der Reihe nach.
Nach einer längeren Aufwärmrunde von Hand folgten starke Schläge mit der grossen, schweren Lederpeitsche. Diese wurde abgelöst von der Reitpeitsche und der Peitsche mit der losen Schnur am Ende, die übrigens einen Schmerz erzeugt, wie wenn die Haut mit einem Messer geschlitzt wird. Fast solche Male hinterlässt sie auch. Es folgten Intermezzos mit dickeren und dünneren Rohrstöcken. Diesmal so stark wie noch nie und ich litt, echt. Dann aber ergriff meine Herrin die geflochtene Riemenpeitsche und begann mit dem Schlussbouquet. Wie ein Metronom trafen mich ihre wirklich harten Schläge quer über den Arsch. Ein Schlag so hart wie der andere im immer gleichen Rhythmus. Mein Arsch wurde heisser und heisser aber komischerweise spürte ich den Schmerz immer weniger. Das sagenhafte Gefühl unendlicher Hitze und erlebten Glücks strömte von meinem Hintern nach unten bis in die Zehen und nach oben bis ins Hirn. Ich spürte keine Schmerzen mehr und keine Gewichte, nein, es war nur noch völliges Glücksgefühl welches mich in Wellen durchströmte und eigentlich nicht zu beschreiben ist.

Als meine Herrin mich dann von hinten umfasste, hätte ich weinen können vor Glückseligkeit und Ergebenheit. Sie ist mein Ein und Alles und was sie mir gibt, ist einmalig und für mich das Höchste. Ich liebe und verehre sie und ich kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.
Auf Knien durfte ich ihr dann meine Dankbarkeit beweisen und ihr meine Gefühle schildern.
Der letzte Abend im Chateau ging mit einem gemeinsam angeschauten Film zu Ende, nicht ohne vorher noch die Spuren auf meiner Rückseite ausgiebig angeschaut und fotografiert zu haben.
Montag, 15. Juni 2009
Nachdem wir uns von Mia verabschiedet haben fuhren wir nach Frankfurt und fanden unser Hotel mitten im Milieu vor. Gut, mir macht das nichts aus, im Gegenteil, ich finde das Viertel sehr interessant. Es gibt hier so viel zu sehen, so viele unterschiedliche Gestalten, Geschäfte, Restaurants und Imbisse, dass man voll beschäftigt ist. Obwohl es den ganzen Tag regnete, als sei die Sintflut angebrochen, machten wir uns auf den Weg durch die Gassen und Strassen. Wir besuchten zwei Shops und wollten schliesslich noch zu einem Megastore in der Hanauer-Landstrasse. Dass dieser aber fast ausserhalb der Stadt lag, wurde uns erst nach rund 2 Stunden Marsch und schliesslich noch gut einer Viertelstunde Tramfahrt klar. Der Besuch dort lohnte sich aber und wir wurden auch sehr gut beraten. Mit einer gefüllten Tasche Material machten wir uns auf den Rückweg, verstauten das Eingekaufte im Auto und gingen in einem kleinen Thai Take-away essen. So gut habe ich noch in keinem Thai-Restaurant in der Schweiz gegessen. Klar der Service war einfach und ohne Schnickschnack, aber das Essen exzellent und günstig. Ziemlich müde gingen wir relativ früh ins Hotel zurück, zogen uns noch einen neu gekauften SM-Film rein und schliefen trotz benachbartem Liftschacht herrlich.
Dienstag, 16. Juni 2009
Nach einem marginalen Frühstück machten wir uns auf den Weg ins Stadtzentrum mit den Einkaufsstrassen. Meine Herrin versucht mich ja bekanntlich seit Monaten für einen Anzug zu begeistern. Es stehen ja unsere eigene und heuer auch noch zwei Hochzeiten befreundeter Paare ins Haus. Anzüge, für mich ein Greuel. Bislang konnte ich mich erfolgreich davor bewahren aber heute ging ich mit fliegenden Fahnen unter. Den ersten Herrenausstatter konnte ich wegen den horrenden Preisen noch umschiffen, beim zweiten, einem Türken mit Ausverkauf ist es dann passiert. Bereits der erste einfach nach Farbe und Grösse von IHR herausgegriffene „Pierre Cardin“ passte – ich muss es selber eingestehen – hervorragend. Ich versuchte noch den einen oder andern, auch günstigeren, hatte die Schlacht aber bereits verloren. Ein letztes Aufbäumen – wir würden noch anderswo schauen – brachte noch etwas zeitlichen Aufschub. Die nächsten paar Stunden in der Fussgänger- und Einkaufszone Frankfurts brachten noch diverse Blicke in Schaufenster und einen Probiermarathon in einem grossen Einkaufszentrum, änderte aber nichts daran: Der „Pierre Cardin“ vom Türken war vermutlich nicht mehr abzuwenden. Nach einem gemütlichen Umtrunk in der „Fressgass“ – die heisst nicht nur wirklich so, sondern macht ihrem Namen auch alle Ehre – gings langsam aber sicher zurück zum Türken. Unterwegs haben wir für die Herrin noch ein Schnäppchen gefunden, eine Wildlederjacke zum sagenhaften Preis von € 39.- und das alles im Viertel wo im Ausverkauf heruntergeschriebene Damenschuhe, zugegeben, herrliche Schuhe, noch immer zwischen 400 und 600 Euro kosten.
Schliesslich landeten wir wie befürchtet wieder beim Türken und ich probierte den Anzug noch mal an. Ich muss es selber zugeben, er sieht wirklich gut aus und steht mir sogar. Als man mir dann noch angeblich dazu passende Shirts in grün, rosa und orange verkaufen wollte, war ich eigentlich glücklich nur den Anzug kaufen zu müssen.
Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie die Augen meiner Herrin beim Verlassen dieses Ladens strahlten. Sie hatte mich endlich zum Kauf eines Anzuges gebracht und somit einmal mehr bewiesen, dass sie eigentlich immer erreicht, was sie sich vorgenommen hat.
Ja, inzwischen haben wir in Frankfurt auch wieder viel erlebt, aber das alles gehört eigentlich nicht in den D/s-Bereich. Die Umgebung ist zwar sexgeschwängert aber von SM und D/s keine Spur mehr und so ist es halt nicht verwunderlich, dass wir die letzten beiden Tage einfach wie ein ganz „normales“ Paar verbracht haben. Warten wir mal ab, was in den nächsten zwei noch passiert.
Subi
Hallo ihr beiden!
Es freut mich, dass ihr Eure Erlebnisse so schön ausführlich uns Lesern mitteilt. Weiter so!!! Und natürlich alles Glück der Welt für Eure Hochzeit! Das schweißt Euch beide noch mehr zusammen. Ich spreche da aus Erfahrung!
SB
Danke für die Glückwünsche.
lg Naguri und subi