Well at last, I’m back on track. Nicht nur mein neuer Job hat mich vom Schreiben abgehalten, nein, oft habe ich mich gefragt, ob es überhaupt was bringt. Ich möchte nicht nur meine Gedanken und Geschehnisse zu Blatt bringen, sondern ich wollte von gleichgesinnten Ladies über ihre Erfahrungen und Erlebnisse in Sachen D/s oder SM hören und lesen. Gemäss Statistik besuchen viele meinen Blog und ich würde wirklich gerne wissen, ob es nur diese eine Handvoll Mitresses, Herrinnen und dominante Ladies gibt die ich persönlich kenne.
Nun sitze ich in der Türkei unter dem Sonnenschirm, vor mir das Meer, gute Musik und meinen Subi der mir alles anschleppt, was mein Herz begehrt. subi, wie so oft, liegt am liebsten in der Sonne und lässt sich rösten. Diskussionen oder Unterhaltungen sind nicht so sein Ding, sagt er. Eines seiner meist gebrauchten Sätze sind: „Ich kann das nicht, oder ich weiss nichts zu reden. Also nutze ich meine Zeit produktiv und schreibe.
Erzogen als ältestes Mädchen, mit einem Patriarch als Vater, obwohl lange Jahre im Ausland, hat man seine Dominanz gespürt und zwar durch seine Mutter. Sie hatte die Familie fest in der Hand und meine Mutter musste gehorchen. Danach verheiratet in einem Land in dem man nur als Ehefrau des Mannes bekannt war. Mr. and Mrs. XY.
Scheidung, sich lösen aus einer Situation die nicht mehr tragbar war und einer Gegend in die man sich verliebt hatte. Jahre danach, neue Beziehung und Erfahrung einer speziellen Liebe von der man nicht wusste, dass sie existiert. Ich habe schon öfters über diese Anfänge gesprochen, die Schwierigkeiten, das Nichtverstehen, die Fragen und das Gefühl,es ist niemand da mit dem man sprechen kann. Viel hat sich seit dem verändert. Wir sind seit 6 Jahren zusammen und hatten viele up’s and down’s.
Einmal im Monat treffe ich mich mit zwei gleichgesinnten Damen zum Essen. Wir haben eine offene, rege Diskussion und lernen auch viel voneinander. Ein unerschöpfliches Thema sind die unterschiedlichen Bedürfnisse von Herrin und subi. Er hat immer das Gefühl er bekommt nicht was er sich wünscht. Wird kribbelig und unzufrieden und macht diverse Andeutungen wie schlecht es ihm geht und wie er leidet. Seine Herrin läuft mit ausgebeulten Kleidern im Haus rum, obwohl er sie am liebsten in sexy Outfits und High-heels sieht. Sie befiehlt und bestraft nicht genug. Wir geniessen das dominant sein, aber da wir eine „übliche Erziehung“ hatten, haben wir oft unsere liebe Mühe damit. Die Anforderungen, die an uns gestellt werden sind hoch und viele können es sich gar nicht vorstellen, welche Disziplin damit verbunden ist. Genau daran hapert es dann meistens, Disziplin und das ist meine Schwäche.
subi liest sehr viele sm Bücher in den Ferien und zuhause liest er natürlich „Böse Geschichten“ und die „Schlagzeilen“. Er kommt dann daher und sagt: „Genau so stelle ich mir das vor.“ Ich lese dann die Geschichte, und da mann und Frau verschieden gestrickt sind, verstehe ich die Geschichte ganz anders als er. Da fängt dann die grosse Diskussion an. Wer hat recht? Beide natürlich auf Ihre/seine Art. Obwohl dominant, wollen wir auch Vanilla-Sex, Kuscheln, ein romantisches Dinner usw. Oft sitzen wir mit unseren Freunden zusammen und diskutieren stundenlang. Mir ist aufgefallen, dass alle männer wie subi und alle Ladies wie ich denken. Natürlich kennen wir auch Herrinnen die ihre Dominanz voll ausleben und damit Geld verdienen. Sie erhalten teure Geschenke wie Spielsachen, Schmuck, Autos, werden in die Ferien eingeladen, zum Nachtessen und haben diverse Haussklaven. Sie haben vielleicht keine Schmuseeinheiten und Vanilla-Sex; aber das wollen sie vielleicht auch nicht. Die meisten jedoch sind wie ich und die Frage stellt sich, wenn wir besser werden und die Dominanz auch in den Alltag nehmen, dann könnten wir doch auch Geld damit verdienen, oder? Also warum tun wir es dann nicht? In den verschiedenen On-line blogs wird uns erzählt wie wir unsere männer dazu erziehen können unsere Lust- und Haussklaven zu sein. Wie wir nur mit dem Finger schnippen müssen, oder mit der richtigen Stimme unsere Wünsche äussern. Wie wir sofort bestrafen sollen um unsere Dominanz zu unterstreichen. Wie meine Freundin gesagt hat: „Weißt du wie lange ich schon versuche ihm beizubringen, wie er mich begrüssen muss? Etliche Jahre und er kapiert es immer noch nicht.“ Ich denke, wenn sie ihn dann sofort bestraft wird er es sicher mal kapieren! Aber da haben wir es, er muss sich nur ein paar Tage daran halten und es dann vergessen, er bekommt dann was er will – die Bestrafung! Wo ist da unsere Dominanz? Wir mutieren zu einer dominanten Frau, die macht was ihr devoter mann will! Es wird uns gesagt, dass wir mit den richtigen Worten alles erreichen können. Das kann schon sein, doch der mann macht da nicht mit. Er will sagen, was im Haus und Garten geändert wird, welches Auto man fährt und wo das Geld angelegt wird. Oft entscheidet er auch wie es nach der Pensionierung aussieht. Ein Ferienhaus!? Viel zu viel Mühe. Uund da meistens das Geld vom manne verdient wird und er sie auch bezahlt, wird darüber auch oft nicht diskutiert. All die Geschichten, wo er um Erlaubnis fragen muss ob er dies oder das tun kann, all die, in der der Sklave die Wünsche seiner Herrin erfüllt, die gibt es im wirklichen Leben nur selten. Es ist ein harter Kampf um auf diesem Podium zu sein und wenn die Herrin einen Fehler macht, dann wird es immer mit wohlgemeinten Ratschlägen seitens des Ehemannes/Lebenspartners kritisiert. Seid doch mal ehrlich, wie viele männer gehen immer noch oft ins Internet / Sklavenzentrale / Dominas, obwohl sie eine zuhause hätten. Ich habe meinem subi schon ein paar Mal vorgeschlagen, diverse Seiten zusammen anzuschauen. Da werde ich angetörnt, möchte die Spiele nachmachen und meinem subi in eine andere Dimension verführen. Ein paar Mal hat es geklappt, doch mann vergisst so schnell und möchte nur dem eigenem Trieb folgen.
Ich will eine D/s Beziehung, aber nur wenn ich auf meine Weise dominant sein kann. Ich will einen subi, der sich Gedanken macht, wie er seine Herrin verwöhnen, überraschen und ihr schmeicheln kann. Einer der sich selber Spiele ausdenkt und sie mir vorschlägt, nicht einer der nur wartet. Einer, der mir zeigt, dass er es verdient, mit mir zusammen zu sein. Jede Beziehung sollte ein Geben und Nehmen beinhalten. Um auf die Frage zurück zu kommen, warum wir unser Geld nicht als Domina verdienen ist schnell beantwortet. Wir wollen nicht nur dominant sein, wir wollen eine echte Beziehung in der jeder etwas beizusteuern hat. Zusammen entscheiden wie wir etwas neu gestalten, wohin wir in die Ferien gehen und welche Leute wir als Freunde haben. Das Leben ist zu kurz um es sich gegenseitig mit Vorwürfen schwer zu machen. Alle die sagen, dass es in einer D/s Beziehung leichter ist, die Spannung und den Kitzel aufrecht zu halten, ist nicht ehrlich zu sich selber. Auch wir SM-ler, D/s-ler sind nicht bereit unser eigenes Ich aufzugeben, nur um sich sexuell zu verwirklichen.
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