Ich versuche seit langem neue, interessante, deutschsprachige Blogs zum Thema D/s zu finden. Ausser denen, die ich schon aufgeführt habe, werde ich einfach nicht fündig. Regelmässig lese ich die Beiträge in “der Schlüssel” und “Minervas Juwelen” doch es würde mich schon interessieren ob es noch andere Paare gibt, die über ihre Erfahrungen reden.
Immer die dominante Partnerin zu sein, erfordert ein gewisses Mass an Selbstdisziplin. In den letzten zwölf Monaten habe ich mich stark verändert. Das Zusammenleben mit einem devoten Mann zeigte mir meine Stärken und Schwächen. Auf der einen Seite bin ich nun fähig, meinen privaten Probleme mit der Familie, viel objektiver und selbstbewusster entgegen zu treten. Ich kann meine emotionellen Ausbrüche viel besser kontrollieren und dementsprechend eine Entscheidung treffen. Im beruflichen Bereich, kann ich Absagen als etwas natürliches akzeptieren, da ich weiss, dass es immer vorwärts geht und das Richtige kommen wird. Es war ein langer Weg, doch ich habe mich zu einer selbstbewussten Frau entwickelt, die weiss was sie will und Entscheidungen leichter trifft.
Viele sagen, dass eine BDSM oder D/s Beziehung viel weniger Gefahr läuft langweilig zu werden. Das stimmt, jedoch die privaten Probleme der Beziehung sind genau die gleichen wie bei einem Paar das eine Vanilla Beziehung hat. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, die Probleme sind grösser. Was ist nun wenn eine dominante Frau auch ab und zu als Frau, Kameradin, Freundin behandelt werden will? Die anlehnungsbedürftig ist, weil es im Job nicht so gut geklappt hat, oder sie einen schlechten Tag mit den Kindern hatte, usw.? Aus Gesprächen mit anderen Ladies weiss ich, dass ein sub oft damit überfordert ist. Sorry Männer, oft ist es so, egal was mein sub dazu sagt! Zur Zeit lese ich ein neues Buch, welches von einem sub handelt der in einer D/s Beziehung gelebt hat. Es ist ganz anders geschrieben als die herkömmlichen Bücher die ich bis jetzt gelesen habe. Nichts gegen Grimme, er schreibt fantastisch (wünschte ich könnte mir eine kleine Scheibe davon abschneiden) aber es ist interessant von eine devoten Seite zu hören.
Also wenn irgendwo, irgendwer eine gute Seite kennt, gebt sie mir bekannt.
Gruss Naguri
Hallo Naguri, ich lese mit Interesse Deinen Blog. Ich strebe selbst eine D/s Beziehung mit meiner Frau an. Ich sehe darin die Chance, die Ehe nach vielen Jahren dauerhaft neu zu beleben. Im Moment bin ich in der Phase, es meiner Frau mitzuteilen. Ich sehe gute Chancen für uns. Ich finde die dominante Rolle kommt der Frau in jedem Fall gelegen. Wenn Du als starke, dominante Frau Deinen Mann und Sub bittest, Dich in den Arm zu nehmen, dann wird er och in diesem Moment nichts lieber tun als das. Ich denke, als dominante Frau ist es gar kein Problem zu sagen, dass man im Moment die Wärme des Partners benötigt. Das ist doch wahre Stärke – zu sagen, dass man im Moment ganz schwach ist.
Gruß Jürgen
Hallo Naguri,
ich kann meinem Vorredner Jürgen, so nicht zustimmen. Man muss sich in einer D/s Beziehung an Regeln halten und die besagt dem dominanten Teil, dem Top keine Schwäche zu. Sicher kann man Befehle erteilen, aber die starke Schulter zum ausweinen gibt es definitiv in diesem Rahmen so nicht…so meine Erfahrung…
Gruß
Lady
Domme und Sub – Ansätze zur Begründung einer Beziehung
Ordnung hat etwas Beruhigendes: Sie gliedert unsere Wahrnehmung von der Welt, macht Gestaltung möglich, sagt uns, wer wir sind. Sie ist als philosophisches Prinzip die andere Seite des Chaos – ohne sie würde es so etwas wie Leben nicht geben.
Ordnung ist das Verhältnis von Gleichheit und Unterschiedlichkeit, auch von Gleichzeitigkeit und zeitlicher Folge, von Verändern und Verändertwerden, von Dauerhaftigkeit und Wandel. Ordnung beruht auf dem Zusammenspiel von Äquivalenz und Hierarchie, von Ruhe und Bewegung. Sie ist die Quelle des Schönen: Vor dem Hintergrund des Ungeordneten wird das Schöne sichtbar, erkennbar nur im Unterschied.
Um bei der Schönheit zu bleiben – sie liegt im Auge des Betrachters, sagt man, und das erklärt wohl auch, warum eine Domme für ihren Gegenpart immer „schön“ sein wird, wie wenig sie auch den Hochglanzklischees unserer Mediengesellschaft entsprechen mag. Sie ist „schön“ gerade in dem Sinne, dass sie sich unterscheidet von dem gewohnten Bild der „öffentlichen“ Frau, das nach den vorherrschenden gesellschaftlichen Erwartungen eher das eines sportiven Kumpels mit Sex Appeal oder einer reizenden älteren Dame von unauffälliger Eleganz zu sein hat. Vor diesem Hintergrund symbolisiert die Domme das Anarchische in uns und führt uns doch zugleich zurück an die Quellen unseres Seins – in die durch und durch hierarchisch strukturierte Mutter-Kind-Beziehung. In der Begegnung mit der dominanten Frau suchen wir unbewusst jene Selbstgewissheit wiederzufinden, die unsere frühe Kindheit bestimmte: Das Kind als bloßes Anhängsel der Mutter, ganz und gar abhängig von ihrer Liebe und Barmherzigkeit, nur aus dem einen Grund auf der Welt, weil sie es so wollte, und nur mit dem einen Lebensziel – ihren Erwartungen zu entsprechen.
Kein Wunder, dass in einer Zeit, die von öffentlicher, im Allgemeinen nach den Gesichtspunkten von Leistungsfähigkeit und Ökonomisierbarkeit strukturierter Sexualität bestimmt ist, die Sehnsucht danach, diese allerintimste Ur-Beziehung wieder herzustellen, mehr und mehr Platz zu greifen scheint. Es sind ja gerade oft die erfolgreichen Männer (also jene, die sich aus dieser Urbeziehung vermeintlich am erfolgreichsten befreit haben), die es zu den Dominas zieht. Auch wenn sie es sich nicht eingestehen können, weil sie dann alles in Zweifel ziehen müssten, was ihre gesellschaftliche Existenz ausmacht: Sie suchen mehr als nur den Stiefel im Nacken, mehr als nur die neunschwänzige Katze auf ihrem Rücken. – Was ihnen Erfüllung bringen könnte, wäre ein völliges Aufgehen in einer solchen Beziehung, eine Neubestimmung ihrer individuellen und gesellschaftlichen Rolle, ihre auf Dauer angelegte Unterordnung unter diese Mutterfrau, nach der sie – uneingestanden – ständig auf der Suche sind…
Natürlich ist eine solche Regression in höchstem Maße politically incorrect , und die wenigen 24/7-Beziehungen, die mehr sind als nur eine spielerische Variante männlichen Dominanzverhaltens, bei dem er Honig zieht aus der Erkenntnis, dass er eben auch die Rolle des Sub ausfüllen kann, blühen aus gutem Grund irgendwo unerkannt im Verborgenen. Und natürlich sind sie besonders gefährdet und deshalb wohl auch selten von längerer Dauer: Das gesellschaftliche Postulat von der Überlegenheit des Mannes, oder, wirkungsstärker noch, von der Gleichberechtigung von Mann und Frau ist einfach übermächtig. Im Vergleich hiermit haben die Argumente für eine Umkehr der Verhältnisse einfach keine Chance.
Dabei ist diese Umkehr natürlich mehr als nur die Illusion einer Rückkehr zu den Ursprüngen: Die Vorstellung von der Veränderung des geschlechtstypischen Verhaltens hat durchaus eine zukunftsorientierte Dimension. – Es geht um nicht weniger als die Rettung des gesellschaftlichen Instituts der Ehe, also der Vorstellung, dass zwei Menschen sich zusammentun in der Absicht, als „kleinste Zelle“ Grundlage für ein geordnetes Miteinander der Menschen zu sein. Wenn die Dauerhaftigkeit dieses Instituts in unserer Zeit mehr und mehr ins Wanken gerät, so hat dies sicherlich auch ökonomisch-gesellschaftliche Gründe. Vordergründig aber ist es ein Problem der inneren Ausgestaltung der Ehe: Nach der Phase des Verliebtseins, der Hingabe und Verehrung für den Partner, setzt nur allzu oft und allzu bald die der Gewöhnung ein. Es folgt Langeweile und der Wunsch nach Veränderung, der zu einer neuen Phase des Verliebseins führt – dann allerdings in einen neuen Partner…
Diesem Wunsch nach Veränderung, nach Hinwendung zu einer neuen Partnerin (denn meist sind es die Männer, die sich aus der Ehe verabschieden) etwas Bleibendes entgegenzusetzen, mag ein starkes Argument dafür sein, eine herkömmliche Ehe in eine Weiblich geführte Ehe umzuformen. – Der Mann wird so aus dem Zwiespalt befreit zwischen der gesellschaftlich begründeten Forderung nach ehelicher Treue und seiner mit dem Urtrieb der Arterhaltung begründeten Unruhe, sich immer neue Partnerinnen suchen zu müssen. Die Frau übernimmt die Führung und bindet ihn nicht nur an sich, sondern auch an das gesellschaftliche Postulat der auf Dauer angelegten Monogamie. – Dass sie selbst dadurch an nicht nur sexuellem Selbstbewusstsein hinzugewinnt, ist mehr als nur ein Nebeneffekt. Es ist ein schwacher Ausgleich für viel tausend Jahre Unterdrückung durch den Mann und zugleich eine entwicklungsgeschichtliche Antwort auf die vielen Zukunftsfragen, die sich uns angesichts der Überbevölkerung stellen.
Deshalb: Frauen an die Macht! – Und es zeigt sich, dass die nur scheinbar widernatürlich unterdrückten männlichen Subs in Wahrheit an der Spitze des gesellschaftlichen Fortschritts marschieren: Der Lustgewinn, den sie aus der Unterwerfung unter die Frauen gewinnen, ist in Wahrheit die Belohnung dafür, dass sie sich den Forderungen unserer Zeit stellen und ein Bild von der Ehe leben, das in jedem Fall mehr Zukunft hat als die Ehe herkömmlicher Art.
Eine interessante Diskussion. Als domonante Lady kann Sie dem Sub doch die Weisung geben, dass seine Schulter jetzt dazu da ist, sich selbst dort anzulehnen. Ich glaube schon das D/s auch für sensible Zärtlichkeiten ein Tor auflassen muss. Es sind schließlich Bedürfnisse innerhalb einer Partner, auch wenn es eine Femdom-Partnerschaft ist. Wenn das nicht so wäre, hätte eine Femdom-Partnerschaft ein hohes Risikopotential zu scheitern.
Jürgen
Natürlich hat es Platz für Zärtlichkeiten, jedoch den sub dazu bringen eine starke Schulter zur Verfügung zu stellen, ist nicht so einfach. Ich ziehe ihn immer mit ins Loch und damit kann er nicht umgehen. Wir beide mussten Lehrgeld bezahlen, der eine weniger, der andere etwas mehr. Doch die Hauptsache ist, dass wir beide zusammen vorwärts gehen und das klappt bei uns im Grossen und Ganzen.
Naguri
Lieber Dieter
Danke für deine tiefgründigen aber wahren Worte. Leider kann ich dir nicht auf diesem litararischen Level antworten, da mir die Worte fehlen. Wie du richtig erkannt hast, schränken die gesellschaftlichen Zwänge die Ausbreitung der weiblich geführten Partnerschafen erheblich ein, zumindest was das öffentliche Auftreten anbelangt. Trotzdem bin ich überzeugt damit auf dem richtigen Weg zu sein und denke, dass ein immer grösserer Teil des sogenannen starken Geschlecht sich diese Form der Partnerschaft wünscht aber einfach nicht dazu stehen kann.
Grüsse Naguri
Tja, ich habe mich entschieden unsere Erfahrungen auf Englisch zu schreiben. Zum Teil auch, weil der Leserkreis größer ist.
Liebe Grüße
Urmel
Hallo Urmel
Habe schnell in deinen blog geschaut, sehr interessant, werde mir Zeit nehmen und alles lesen. Würe mich freuen, wenn ich deine blogadresse auf meiner auflisten kann.
Gruss Naguri
Hallo naguri (Beitrag5),
das mit dem Lehrgeld stimmt…das zahlen wohl aber ganz viele. Wichtig ist, dass man daraus lernt, dass man nicht gleich aufgibt..sondern seine Stärke daraus zieht.
Einen Raum für Zärtlichkeit muss man für sich finden, aber auch da gilt m.E….das ein wahrer Sub sich auch dort immer wie ein sub verhalten wird und er tatsächlich mit einer starken Schulter, die er mir geben soll, mehr als überfordert ist und somit kann er mir damit nicht dienen.
Seinem Sub (Beitrag 4) den Befehl zu erteilen, jetzt eine starke Schulter zu sein…ist keine Schulter die mir stand hält…da muss man andere Wege finden, um das Risiko abzumildern.
An Dieter (Beitrag 3)…du hast eine wunderbare Art dich schriftlich auszudrücken…dafür gebührt dir eigentlich eine Belohnung:-)
Gruss
Lady
Hi Lady
Da gebe ich dir Recht. Am Anfang erwartete ich eine starke Schulter zum Anlehnen musste aber bald feststellen, dass subi mich noch tiefer in das Loch stiess weil die Schulter nicht Stand hielt. Ich musste lernen, dies als Teil seines Charakters zu akzeptieren, doch hat dies Jahre gedauert. Mitlerweile kann ich damit gut umgehen, obwohl wir oft darüber diskutieren. Wir lernen jeden Tag mit Neuem umzugehen und wenn man darüber spricht und sich gegenseitig respektiert, ist es eine interessante Reise.
Grüsse Naguri
Guten Morgen Naguri,
dem Beitrag 10 habe ich nichts mehr hinzuzufügen, da ich zu 100 % derselben Meinung bin…
Respekt ist ein magischer Begriff und wenn man das gegenseitig beherzigt, dann hat man auf diesem Weg keine Langeweile mehr.
Ich kenne deinen Blog erst seit einigen Tagen und bin sehr erstaunt, wie viel Gemeinsamkeiten wir Tops doch haben.
LG
Lady
Ich danke Ihnen, Lady, für Ihr Lob. Das ist schon eine sehr schöne Belohnung…
Höflichst,
Dieter
Was für eine gute Diskussion! Ich will mich dem Lob über Dieters Worte gerne anschliessen, ich stimme ihm zu, auch wenn ich es bei weitem nicht so gut ausdrücken könnte.
Es ist eben nach wie vor offiziell ganz und gar ‘unmöglich’, so eine Beziehung, weshalb sich auch Vieles am Anfang, wenn man sie wagt, verkrampft anfühlen muss. Ich sehe es für mich, für uns immer als ein Zwischending von Spiel und Wirklichkeit; es gilt auch eine gewisse Würde zu wahren, Humor und es gilt, sich gegenseitig herauszufordern: ein sub, der immer “alles macht”, das ist nicht spannend.
Frau hat mir beigebracht, dass eine ziemliche Stärke und Kraft von mir erwartet wird, auf keinen Fall nur eine passive Haltung. Eine Frau, die abends müde nach Hause kommt und die stöhnt: jetzt muss ich mich auch noch um meinen sub kümmern, hat die Rolle noch nicht ganz erfasst: es könnte eher sein, dass es Aufgabe des sub ist, sie zu verwöhnen und sich um sie zu kümmern……, oder?
Auf jedenfall gibt es Momente, da spüre ich, ohne dass meine Lady es mir ‘befiehlt’: es ist meine Schulter gefordert, der grosse Bruder und ‘männliche’ Ratgeber: da hat dann alles andere einfach ‘im Schrank’ zu bleiben. Auch ‘nach aussen hin’ tritt sie gerne mal dezent auf, mit einem, wenn nicht dominanten, so doch “starken’ Mann, der ich dann eben bin.
Dies ist dann nur eine weitere Form meiner Aufwartung…, wenn sie es so will, denn: ich agiere nicht nur für mich, sondern auch für sie…… (aber es ist alles leichter gesagt, als getan).
Auch ich würde mich über mehr Blogs in Deutsch zum Thema freuen- in der angelsächsischen Blogwelt tummelt sich soviel……
Mit Gruß
achatz
Ja, Achatz, ein sub der alles macht ist nicht spannend. Doch auch in D/s Beziehungen müssen Ladies oft eine Zwischenlösung finden um männer auf Trab zu halten, da er von Natur aus eine abwartende Haltung einnimmt. Ich habe gemerkt, wenn der sub nicht in der Lage ist eine Stütze zu sein, beginnt die Partnerschaft zu leiden. Oft ist es Sache der Frau die Fronten zu glätten und das Thema von einem Streit abzuwenden. Ich glaube, deine Amélie hat viel Glück so einen sub zu haben, oder ist dies alleine ihren erzieherischen Massnahmen zu verdanken? Du schreibst: ” Frau hat mir beigebracht, dass eine ziemliche Stärke und Kraft von mir erwartet wird, auf keinen Fall nur eine passive Haltung“. Vielleicht würde Amélie gerne ihre Erfahrungen mit uns teilen.
Wie ich schon erwähnt habe, geht eine grosse Veränderung in mir vor. Obwohl ich vieles besser verstehe, handhabe, bewältigen und erreichen kann, habe ich immer noch die gleichen Gefühle wie vorher. Arbeit, Kinder das ganze Drumherum kann einem trotzdem überfordern und dann bricht die Kraft, die man erreicht hat, zusammen und man ist nur noch verletzlich. Um da wieder herauszukommen braucht es viel Kraft, da bleibt of nicht mehr viel Dominanz für den sub. Wie du sagst – es ist nicht leicht.
Ich muss mich nun doch auch noch zu Wort melden, denn mich dünkt, die Diskussion gerät etwas aus dem Ruder.
Wir haben als Grundvoraussetzung eine D/s-Beziehung, mehr oder weniger weit fortgeschritten. Der eine Partner unterwirft sich dem anderen in irgendwelcher Form. Das führt immer zu einem Beziehungsgefälle bei dem der dominante Part über dem devoten steht.
Nun wird vom devoten Partner, der sich dem «stärkeren» unterwirft plötzlich, von Null auf Hundert verlangt, eine totale Rollenumkehr vorzunehmen, also im Prinzip eine Wende um 180°. Dies meist ohne Vorwarnung und Vorbereitungszeit, denn das Ereginis, welches den Partner in eine Krise stürzt tritt ja meist auch ziemlich übergangslos ein.
Als sub meiner Herrin wird von mir verlangt, dass ich vor Ihr knie, zu Ihren Füssen liege, meist von unten nach oben sehe und plötzlich soll ich auf gleicher Höhe stehen, Stütze sein und der Fels in der Brandung! Das ist schon mal gar nicht so einfach, weder einfach so und meiner Meinung nach schon gar nicht auf Befehl.
Wenn dann, wie in meinem Fall, dazu kommt, dass ich es einfach nicht fertig bringe, in das mentale Loch hinunterzusteigen um meine Herrin herauszuholen, weil ich dann den Halt ganz sicher ebenfalls verliere und damit niemandem von uns geholfen ist, bleibt nur die ins Loch gestreckte Hand übrig. Diese hat aber am Rand des Loches immerhin noch festen Grund.
Es bleibt nachzutragen, dass eine D/s-Beziehung bei der die Frau den domninanten Part inne hat, ein Anachronismus in der heutigen Gesellschaft darstellt. Nach wie vor soll Sie dem manne untertan sein, sich um Haushalt und Familie kümmern. So wird die Frau in der Regel erzogen und der mann sowieso. Nun führt die Rollenumkehr unweigerlich zu einem gewissen Gefühlsdurcheinander, manchmal auch zu einem Chaos. Wenn dann auch noch private, geschäftliche oder persönliche Probleme dazukommen, fällt dann meines Erachtens das noch junge dominante Bauwerk auseinander und gesellschaftliche und erzieherische Vorgaben gewinnen vorübergehend wieder die Oberhand. Die dominante Frau benötigt den starken mann. Wenn das nicht zu Problemen führt!!?
So oder so ist ein mentaler Absturz nie schön und nach einer gewissen Anlauf- und Realisierungszeit wird auch der männliche sub zumindest seine Schulter oder den Arm hinhalten können und auch wollen, denn verweigern wird sich in einer wie auch immer gelagerten Partnerschaft wohl keiner dem anderen.
Liebe Naguri,
vielen Dank für dein Interesse. Du kannst meinen Blog gerne listen.
LG
Urmel
Liebe Naguri!
Auch ich möchte mich zu diesem Thema einbringen.
Meiner Meinung nach ist die Möglichkeit des Anlehnens, Fallenlassens etc. des Dom in der Abstufung der Beziehung vorbesetzt.
Wenn die Partner in der Grundbeziehung (Stärke der Persönlichkeit) auf einem annähernd gleichen Level sind, ist es dem Sub durchaus möglich ein Partner zu sein der auch der Frau eine starke Schulter bieten kann. Hällt sich die Frau, übertrieben gesagt, eine Sklaven dann kann sie diese Erwartung nicht haben. Sollte sie trotzdem versuchen sich bei dem “Sklaven” anzulehnen ist der “Sklave” zu tiefst verunsichert und seine Herrin ist nicht mehr die wirkliche Herrin.
Ich denke auch das Männer die sich in vollem Bewußtsein in die Rolle des Sub begeben recht starke Persönlichkeiten sind. Die bewußte Unterordnung verlangt dies. So ein Sub, und als solcher würde ich mich selbst bezeichnen, ist durchaus in der Lage einer Frau auch bei Problemen zur Seite zu stehen und ihr zu helfen. Das ist für mich auch kein Widerspruch. Ich bin nicht ein willenloser Sub der alles macht was ihm gesagt wird. Ich möchte das meine Frau bestimmt, Regeln aufstellt und alles so läuft wie sie es möchte. Dabei bleibt mir aber meine Persönlichkeit und genug Freiheiten mein Leben zu leben.
Diese Art und Weise gibt uns die Möglichkeit auch Probleme gemeinschaftlich zu lösen. Ob es nun Familie, Kinder, Job oder was auch immer betrifft.
Im Gegensatz zu meiner Frau habe ich schon sehr lange erkannt wie ich ticke und es genieße eine feste Hand zu spüren. Ich meine damit die bestimmende Art der Frau.
Zuerst war es ein wenig verwunderlich für mich, doch seit es das Internet gibt ist es klarer geworden warum das so ist. Eine große Hilfe zum erlangen meiner Erkenntnisse war hier “Minervas-Juwelen”.
Man ist auf einmal nicht mehr so “allein” und erkennt die Gründe für die Wünsche und Bedürfnisse. Ich habe auf diesem Wege sehr viel über mich und die Logik dieser Beziehungen gelernt.
Für meine Frau war das anders. Sie ist durch ihre Kindheit und spätere Beziehung nie in der Lage gewesen sich zu erkennen. Erst unsere Gespräche und die “Analyse” von Verhaltensregeln haben ihr immer deutlicher vor Augen geführt wie sehr doch die Frauen eigentlich bestimmen und schon immer bestimmt haben.
Sie selbst ist in sich recht dominant und bestimmend. Diese Seite in ihr wurde jedoch immer unterdrückt. Nun zeigt sich aber immer mehr wie sehr ihr doch gefällt der bestimmende Teil zu sein. Je länger wir nun zusammen den Weg der weiblich geführten Ehe gehen, dest bewußter wird sie sich ihrer selbst.
Sie genießt dir Vorzüge und setzt ihre Weiblichkeit dabei sehr geschickt ein.
Wir haben viele Beiträge in “Minerva” gelesen und diese haben sie enorm in ihre Denkweise bestärkt. Aber noch immer ist es für sie oft schwer zu glauben welche Macht sie eigentlich hat. Sie tastete sich mit Regeln, Wünschen oder Forderungen vor und wunderte sich über die Wirkung die sie erzielte. Inzwischen ist es so, dass sie unsere Beziehung dominiert und bestimmt. Da wir beide so unserem Innersten immer näher kommen hat auch unsere Beziehung enorm an Wert gewonnen. Es ist schöner, harmonischer und ausgeglichener geworden.
Meiner Meinung nach liegt das aber auch darin begründet dass ich das für mich sehr bewußt gewollt habe. Ich bin nicht der “arme Unterdrückte”. Ich mag es so zu sein.
Wie anfangs gesagt gibt uns aber genau das die Möglichkeit auch einmal “abzuschalten”. Ich kann ihr sehr gut bei Problemen helfen und bin bestimmt auch jemand bei dem sie Trost und Hilfe findet.
Ich weiß nicht wie die Abstufung bei Euch ist, aber je schwächer der Mann ist oder je mehr er
unterdrückt wird, desto weniger kann er stark sein.
Meiner Meinung nach ist es einfach nur wichtig zu verstehen wie die Menschen “ticken”.
Die Probleme der Frauen sind anders gelagert als die von Männern. Davon abgesehen wird Männern von klein auf beigebracht sich mit ihren Problemen selbst aus einander zu setzen. Das führt dazu das Männer sich nicht ausweinen und versuchen auch im größten Elend stark zu sein.
Das widerum ist aber ein von Frauen, sprich Müttern, erzeugtes Verhalten.
Du, oder jede dominante Frau, sollte sich hinterfragen wie sie ihren Sohn erzieht. Ist es nicht immer wieder das selbe Muster in das wir alle Verfallen.
Kommt die Tochter und weint weil sie sich wehgetan hat, oder durch eine Freundin schlecht behandelt wurde, so wird sie in den Arm genommen und getröstet. Dem Jungen, je nach Alter, wird klar gemacht das er sich durchzusetzen hat und nicht so jammerich sein soll.
Es ist also an den Frauen hier zu überlegen wie sich die Gesellschaft entwickeln soll
Ich persönlich bin inzwischen fest davon überzeugt das eine weiblich geführte Ehe die auf dauer glücklichere ist, denn jeder Mann der macht war er will und nur an sich denkt wird auf Dauer niemals eine glücklich Frau haben. Kommt er aber den Wünschen der Frau nach, oder eben gesteigert ordnet er sich in vielen Dingen seiner Frau unter wird die Beziehung ausgeglichener ohne das jemand “verluste” erleidet.
Besonders empfinde ich die Macht die eine Frau hat wenn sie den Mann “hoch” hält. In also immer auf einem recht hohen Lustlevel “hängen” läßt. Es ist wirklich erstaunlich was ein Mann alles tut um diesen Lustlevel genießen zu können und seine Liebste bei Laune zu halten.
Abschließend möchte ich zum eigentlichen Problem sagen.
Man erntet was man sät. Macht jemand seine Partner schwach wird er keine Stärke erwarten können. Ergo. Mann/Frau bestimmen ganz allein was am Ende an Möglichkeiten bleibt.
LG
Gino
Hello Naguri, gerne koennen sie auch bei mir vorbei schauen.
gruss.
Hi tamewolf
nice blog you’ve got there. It’s interesting to read from somebody who’s submissive. will be going back to follow your days.
rgds
Naguri
ja das ist auch ein gratis chat einfach mit Nickname einloggen und chatten unter w.w.w.fuubo.c.o.m